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Teil 3: Was beeinflusst (Kauf-)Entscheidungen im Netz?

April 27th, 2009, marmato GmbH · Keine Kommentare · Diesen Artikel Twittern

Mit der folgenden kleinen Serie möchte ich der Frage nachgehen, welche Faktoren eine Entscheidung im Netz beeinflussen. Teil  3: Meinungen und Bewertungen.

Meinungen und Bewertungen

Das (vermeintlich objektive) Meinungen von Konsumenten eine Entscheidung beeinflussen, ist wissenschaftlich erwiesen. Bewertungen spielen bei der gezielten Produktrecherche eine tragende Rolle. Neben der Qualität von Bewertungen ist hier insbesondere die Quantität entscheidend: Zwei oder mehr negative Bewertungen zu einem Produkt sind in der Regel mehrwertig als zwei oder mehr positive Bewertungen. Der Grund: hinter positiven Bewertungen vermutet der Konsument häufiger eine gezielt gesteuerte Bewertung seitens des Produktherstellers als umgekehrt. Überwiegt jedoch eine Meinungstendenz deutlich, neigt der Informationssuchende oftmals, sich der Mehrheitsmeinung anzuschließen.

Wie werden Meinungen erzeugt

Meinung und Bewertungen können inhaltlich wie folgt unterschieden werden:

Meinungen/Bewertungen zu Produkt oder Produkteigenschaften: Solche Bewertungen ziehen ihre Glaubwürdigkeit auf eine möglichst sachlich-informative Beschreibung Von Produkt/Eigenschaften. Oftmals wird der typische Einsatz des Produktes beschrieben und ein abschließendes Fazit angefügt.

Revidierende Meinungen/Bewertungen bzw. Gegendarstellungen:
solche Bewertungen haben ihren Bezugspunkt in vorangegangenen Bewertungen und bieten eine differente Sichtweise an. Sie sind dann besonders wirkungsvoll, wenn sie die konkurrierende Meinung als subjektiv entlarven und die eigene Darstellung als objektiv gültig darstellen können. Solche Bewertungen sind vom Stil her oft sachlich-nüchtern und deskriptiv.

Diskursbezogene Meinungen/Bewertungen: Diese zielen nicht auf das Produkt an sich sondern auf den Autor bzw. die Autoren vorangegangener Bewertungen. Hier wird häufig versucht, einen Autor bzw. andere Autoren als unqualifiziert oder voreingenommen zu entlarven und somit deren Meinung/Bewertung abzuwerten.

Autoritätsmeinungen: Wer hier argumentiert und bewertet, tut dies Kraft seiner Stellung/Erfahrung/beruflichen Qualifikation. Wer schon hundert andere Produkte getestet hat und daher dieses eine (nicht) empfehlen kann, beruflich jahrelang nur mit dem Produkt arbeitet oder gar absoluter Branchenexperte ist,  bringt schlagkräftige Argumente vor.

Fazit

Für Firmen und Unternehmen ist es wichtig sicherzustellen, dass negative Bewertungen nicht im Raum (bzw. im Web) stehenbleiben. Gegen alle Arten von Meinungen und Bewertungen lässt sich wirkungsvoll entgegentreten.  Subjektiv-emotionalen Bewertungen sollte sachlich nüchtern entgegengetreten werden, die Meinung Dritter angeführt werden. Bei mehrheitlich negativen Bewertungen kann ein Hinweis auf die Weiterentwicklung des Produktes oder einer monierten Produkteigenschaft helfen. Nur eines sollten negative Meinungen nicht: Unwidersprochen bleiben.

Tags: News · Online Marketing

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